Besteigung der South Sister über Devils Lake

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Die South Sister in den Cascade Mountains von Oregon ist mit 3159 Metern der höchste der drei markanten „Three Sisters“-Vulkane, der dritthöchste Berg in Oregon und bietet eine der spektakulärsten Tageswanderungen im pazifischen Nordwesten der USA. Die Besteigung der South Sister ist zwar technisch recht einfach, mit 1.500 Höhenmeter und einer Wegstrecke von rund 20 Kilometern aber nicht zu unterschätzen.

Für die Besteigung benötigt man ein Permit. Diese dienen der Limitierung der Besucher und kosten nur einen symbolischen Dollar. Alle verfügbaren Permits werden jeweils einen Monat im Voraus freigeschaltet und als ich auf der Homepage der Parkverwaltung geschaut habe, gab es nur noch an einem Tag im Juli zwei freie Permits. Glück für uns, aber wir mussten unsere restlichen Aktivitäten um die Besteigung drum rum planen.

Von unserem Hotel in Bend aus waren es noch ca. 45 Minuten bis zum Startpunkt unserer Tour am Devil’s Lake. Als wir dort kurz nach Vier am Morgen ankamen, standen schon ein paar Autos auf dem Parkplatz. Teilweise hatten die Leute auch direkt auf dem Parkplatz im Auto/Camper übernachtet. Wir waren leider beide etwas gesundheitlich angeschlagen, das hat uns aber nicht davon abgehalten die Besteigung zu wagen.

Im Schein unserer Stirnlampen ging es vom Parkplatz direkt in den Wald. Im Dunkeln konnten wir noch nicht ahnen, dass man den Gipfel eigentlich schon direkt vom Parkplatz aus sehen kann. Es war viel kälter als erwartet und wir waren froh, auch ein paar dickere Sachen dabei zu haben. Erst als wir vielleicht 1,5 Stunden später aus dem Wald langsam auf eine ebene Fläche kamen, erreichten uns die ersten Sonnenstrahlen und es wurde deutlich wärmer und wir konnten das erste Mal einen Blick auf den Gipfel und die umliegenden Berge werfen.

In der Sonne haben wir erst mal eine kleine Essenspause eingelegt. Nur um kurze Zeit später den Aufstieg im Schatten der South Sister fortzusetzen. Von nun an ging es recht steil bergauf und wir wurden fast auf dem gesamten Weg von Streifenhörnchen begleitet. Mittlerweile wurde es auch voller auf dem Weg zum Gipfel und ein ganz paar Gruppen sind an uns vorbeigezogen.

An einem Gletschersee unter dem Gipfel haben wir nochmals eine kleine Pause eingelegt. Von hier aus hatte man eine großartige Aussicht auf die Umgebung und konnte auch den gesamten übrigen Weg bis zum Kraterrand einsehen. Inklusive des kleinen Schneefeldes das wir überqueren mussten. Auch wenn der Gipfel von hier aus schon recht nahe erschien, hat es doch noch mal eine ganze Weile gedauert, bis wir endlich oben waren. Der eigentliche Gipfel der South Sister befindet sich nämlich genau auf der anderen Seite des Kraters als die Aufstiegsroute. Am Kraterrand angekommen, den man von unten schon für den Gipfel halten konnte, mussten wir also noch einmal den kompletten Krater umrunden und nochmal 50-100 Höhenmeter absolvieren, bevor wir gegen 11:15 Uhr nach ca. 7 Stunden Gehzeit auf dem Gipfel standen.

Um die Aussicht auf die umliegenden Vulkane genießen zu können, muss man auch wirklich bis zum Gipfel gehen. Bis ca. 20 Meter davor verdeckt der Gipfel nämlich jegliche Aussicht. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto haben wir uns gleich wieder auf den Rückweg gemacht. Wir wollten ja direkt nach der Tour wieder zurück nach Portland fahren. Der vierstündige Abstieg zog sich wirklich extrem in die Länge. Wir konnten uns vor allem gar nicht richtig daran erinnern, wie lange wir am frühen Morgen durch den Wald gelaufen sind.

Als wir nach 11 Stunden endlich wieder beim Auto waren, waren wir wirklich froh es endlich geschafft zu haben. Ohne größere Umwege haben wir uns direkt auf den Weg zurück nach Hause gemacht. Noch längere Zeit konnten wir dabei die drei Schwestern aus dem Fenster beobachten.

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