Unser erster Camping Ausflug in den USA führte uns in den Oxbow Regional Park am Sandy River, eine Stunde Fahrt von unserem Wohnort entfernt. Es war auch der erste Campingausflug allein mit Kind, so dass wir es nicht gleich übertreiben wollten und erst nach dem Mittag losgefahren sind und nur eine Nacht gezeltet haben.
Mit Zeltplätzen in Europa sind die Plätze hier in den USA kaum vergleichbar. Unser Campingplatz war schon einer der annehmlicheren, wir würden ihn aber trotzdem als „rustikal“ zu bezeichnen. Es gab immerhin 3 Duschen mit Warmwasser. Bei vielen anderen kann man glücklich sein, wenn es ein Klo gibt.



Wie bei so vielem hier in den USA, muss man sicher erst registrieren und kann dann gegen eine kleine Gebühr eine der großzügig im Wald verstreuten Parzellen buchen. Wenn sie denn frei sind. Was vor allem im Sommer meistens nicht der Fall sein soll, wie ich von Kollegen gehört habe. Zu jeder Parzelle gehört ein Holztisch mit Bänken und ein Grill-/Feuerstelle.
Nachdem wir, unter begeisterter Mithilfe unseres kleinen Mannes, das Zelt aufgebaut hatten, haben wir unsere Sachen geschnappt und uns auf den Weg zum „Strand“ am Flussufer gemacht. Dort haben wir den Nachmittag mit buddeln und planschen verbracht, bis es Zeit fürs Abendessen war. Auf dem Weg zum Zelt konnten wir noch Rehe beobachten, die durch den Wald geschlichen sind und Futter gesucht haben.








Auf unserem Hinweg hatten wir extra noch bei einem deutschen Delikatessen Laden namens „Edelweiss“ gehalten um Würste zum grillen zu kaufen. Im Gegensatz zu uns hatten die Amis auf dem Zeltplatz alle schon vorgesorgt und ihr eigenes Holz mitgebracht. Wir mussten erst noch Holz sammeln gehen bevor wir loslegen konnten. Eigentlich wollten wir mit Niklas ausnahmsweise mal etwas länger aufbleiben und noch ein kleines Feuer machen. Zu unserer Überaschung stand er aber kurz nach dem Abendessen am Zelt und wollte doch tatsächlich freiwillig ins Bett gehen!
Am nächsten Morgen haben wir noch ein bisschen getrödelt bevor wir alles wieder eingepackt haben. Mit einem kleinen Zwischenstopp auf dem Spielplatz und danach zum Mittagessen haben wir dann auch schon wieder die Heimreise angetreten.





Selbst organisiertes Camping mit Zelt und Mokick habe ich Anfang der 80er Jahre zum Ende der Schulzeit auch gemacht. >>> In den 90er Jahren hatte ich einen PKW-Anhänger mit festem abschließbarem Deckel, in welchem die komplette Zeltausrüstung verstaut war. >>> Zuletzt Anfang der 2.000er Jahre wurde es etwas komfortabler mit einem kleinem Wohnwagen und Vorzelt. Da war ich etwa 40 Jahre alt, … also etwa in eurem heutigem Alter. – Dann habe ich alles verkauft. >>> Inzwischen bevorzuge(n) ich/wir doch ein Zimmer mit festen Wänden und eigenem WC & Dusche. … L.G. Ka.