Am nächsten Tag trafen wir noch ein paar Vorbereitungen für unseren nächsten längeren Aufenthalt in einem Nationalpark. Auch wenn es der gleiche Nationalpark ist, wie der, in dem der Perito Moreno Gletscher steht, mussten wir erst eine 3-stündige Busfahrt hinter uns bringen. Der nördliche Teil des Nationalparks hat nur wenig mit dem südlichen gemeinsam. Im südlichen Teil (mit Perito Moreno Gletscher) fahren ständig Busse ein und aus. Der Teil ist voll mit Tagestouristen und man muss umgerechnet 20 Euro Eintritt bezahlen. Der nördliche Teil ist komplett kostenlos, man kann auch kostenlos campen und die Berge sind nicht mit Autos zu erreichen, sondern erfordern eine mindestens 3-stündige Wanderung.
Tag 1 (27.10.2015)
Tag 2
Tag 3
Dank guter Outdoor-Hosen, reichte auch eine halbe Stunde Sonnenbestrahlung, bis diese wieder trocken waren.
Wir folgten unserem ersten Plan und gingen den steilen Berg hinauf zur „Laguna de los Tres“ und zum Aussichtspunkt „Piedras Blancas“. Auch als wir 7 Stunden später am Zelt waren, war immer noch schönes Wetter und wir konnten sogar endlich unseren Wein draußen in der Sonne genießen. Aufgewärmt von Wein und Sonne entschieden wir uns, nun doch die letzte Nacht auch im Zelt zu verbringen.



Tag 4
Wir kochten uns einen heißen Tee im Vorezlt. Das Wasser dafür hatten wir zum Glück schon einen Tag vorher aus dem See geholt. (In den Nationalparks reicht es, wenn man nur eine Flasche mitnimmt. Das Wasser aus Wasserfällen und Gletscherseen ist trinkbar.) Nach einem heißen Tee und einem kleinen Frühstück packten wir unser gefrorenes Zelt ein und gingen zurück in die Stadt.
El Chalten (30.10.2015
Nachdem wir das Busticket gekauft hatten, mussten wir nur noch 10 Stunden bis zur Abfahrt rumkriegen. Da inzwischen mal wieder die Sonne schien, gingen wir zu einer Wiese, um Schlafsäcke und Zelt zu trocknen. Zwei Stunden bevor es losging, schaute Christoph noch einmal in unseren Reiseführer und stellte fest, dass unsere geplante Route zwei Fährüberfahrten beinhaltet und unter Umständen sehr teuer werden könnte.
Wir entschlossen uns dazu, den sicheren Weg zu gehen und doch direkt nach Bariloche zu fahren und von dort nach Puerto Montt. Der Bus nach Perito Moreno war der gleiche wie der nach Bariloche, aber der Busticketverkäufer meinte, er könnte uns kein Weiterfahrticket ausstellen, sondern wir müssten ein neues für weitere 100 Euro kaufen 🙁
Aber wir hatten keine andere Wahl. Der Busticketverkäufer probierte dann doch noch ein bisschen am Computer rum und dann klappte es doch mit dem Weiterfahrticket für nur 60 Euro. Da haben wir doch nochmal Glück gehabt.
Busfahrt nach Bariloche
Uns standen nun 22 Stunden Busfahrt bevor. Aber lange Fahrten sind wir ja inzwischen gewöhnt. Nur dass der Bus am nächsten Morgen mal wieder eine Panne hatte, die diesmal irreparabel war und wir 1,5 Stunden auf einen Ersatzbus warten mussten.
Glücklicherweise war die Panne genau am Lago Buenos Aires (der See, zu dem wir sowieso wollten) und wir konnten doch noch eine Stunde am See verbringen. Am 31.10.2015 um 21.30 Uhr kamen wir am Busbahnhof in Bariloche an. Dort stand dann „zufällig“ eine Frau von einem Hostel, die dort nach potenziellen Gästen gesucht hat. Das Hostel war günstig und so wurden wir direkt mit dem Auto dorthin gebracht und konnten schnell schlafen.
