Noch im Dunkeln machten wir uns auf den Weg in Richtung Flughafen und kamen nach 5 Stunden Flug und mit 3 Stunden Zeitverschiebung in Maui an. Nachdem wir unseren Mietwagen in Empfang genommen hatten, war noch etwas Zeit, bis wir im Hotel einchecken konnten. Die haben wir mit einer kleinen Tour über die Insel verbracht. Eigentlich wollten wir direkt noch an den Strand, aber wegen eines längeren Mittagsschlafs und wenig Parkmöglichkeiten haben uns dann spontan umentschieden. Den Nachmittag verbrachten wir am Strand direkt vor unserem Hotel, an dem wir Wellen gejagt und im Sand gebuddelt haben.
Am darauffolgenden Tag haben wir zwei Strände erkundet und viel Zeit im und am Meer verbracht. Wir waren mal wieder schnorcheln, auch wenn die Sicht alles andere als optimal war. Ein schöner Tag, der unseren kleinen Mann ganz schön müde gemacht hat. Der erste Gang ins Restaurant und den Supermarkt auf Hawaii war auch erst mal gewöhnungsbedürftig. Einkaufen und Essen gehen ist hier auf Hawaii nochmal deutlich teurer als bei uns in Portland. Aber nicht essen ist ja auch keine Option und es gibt leckere Fischgerichte auf der Insel.





Der nächste Tag war auch zugleich schon unser letzter Tag auf Maui. Obwohl Regen vorhergesagt war, machten wir uns auf den Weg nach Hana. Die Straße dorthin, die sogenannte „Road to Hana“ ist berühmter als der Ort selbst und die eigentliche Attraktion. Sie führt über unzählige Kurven und insgesamt 59 Brücken von denen 46 nur eine Spur haben direkt durch den Regenwald.
Nach einem kurzen Stopp zum Frühstücken fuhren wir unseren ersten Stopp, die Twin Falls an. Diese sind in privater Hand und wir mussten erst mal Eintritt/Parkgebühr zahlen. Die Wasserfälle an sich waren ganz nett und sind schön im Urwald gelegen haben uns aber nicht wirklich vom Hocker gehauen.
Wir hatten zwar noch ein paar weitere Stopps auf dem Hinweg geplant, aber Niklas war so müde, dass er auf der Fahrt eingeschlafen ist und wir erst mal direkt bis Hana gefahren sind. Die Stadt an sich ist kaum erwähnenswert, aber in der Nähe befinden sich zwei schöne Strände. Einer davon mit schwarzem Sand an dem wir mittaggegessen haben, bis uns der Regen vertrieben hat.
Unterwegs fanden wir heraus, dass die Lava Tubes zu denen wir noch wollten temporär wegen des Wetters geschlossen sind. Mangels Alternativen und der bereits schon recht fortgeschrittenen Zeit machten wir uns also wieder auf den Weg Richtung Hotel was von Hana alleine schon rund 2 Stunden dauert.










Wieder zurück an der Küste hielten wir noch an einem bekannten Strand, an dem Meeresschildkröten um diese Jahreszeit ihre Eier ablegen. Der volle Parkplatz und die Masse an Menschen ließ schon von weitem darauf schließen, dass Schildkröten anwesend sein müssen. So war es dann natürlich auch. Von weitem waren die Schildkröten erst von Steinen zu unterscheiden, wenn sie sich bewegt haben. Obwohl es keine wirkliche Absperrung gab, hielten wir, wie die meisten anderen Leute, einen größeren Abstand zu den Tieren ein. Wir konnten so zwar nicht ganz so viel sehen, aber für ein paar Fotos hat es immerhin gereicht.
Am Tag unserer Weiterreise nach Big Island wollten wir nach dem Frühstück nochmal ans Meer gehen. Als wir unten an der Straße ankamen, war die ganze Straße voll Sand, Absperrungen umgekippt, Pflanzen ausgerissen und ein Stück von der Holz Plattform weggespült. In der Nacht davor schien es also ganz schön stürmisch gewesen zu sein. Es war immer noch ziemlich windig und fing auch an zu regnen. Wir dachten schon, dass unser Flug eventuell ausfallen würde, da auf dem Weg zum Flughafen auch Chaos war und im Radio Berichte über Stromausfälle auf den anderen Inseln kamen. Das Wetter schien aber „nur“ an den Bergen an der Küste zu hängen. Rund um den Flughafen war schönstes Wetter und nichts von den Auswirkungen von letzter Nacht zu spüren.



Einen halbstündigen Flug später waren wir schon auf Big Island. Vom Namen der Insel her könnte man denken, dass es hier den größten Flughafen auf Hawaii gibt, aber weit gefehlt. Wir hatten hier eine der schlimmsten Flughafen-Erfahrungen seit langem. Es war heiß und schwül und man läuft direkt vom Flugzeug über das Rollfeld ins Open Air Terminal, das keine Klimaanlage hat. Den Ausgang haben wir beim ersten Mal direkt verpasst, weil er so schlecht ausgeschildert ist. Das Gepäck kommt außerhalb des Flughafens mehr oder weniger direkt am Bordstein an. Um zur Mietwagen Firma zu gelangen, muss man erst noch mit einem Shuttle Bus fahren, auf den wir gut 20 Minuten warten mussten. Erst als wir endlich im Auto saßen und die Klimaanlage anmachen konnte, wurde es etwas erträglicher.
Unser Hotel war Teil einer riesigen Anlage aus mehreren Hotels der gleichen Ketter. Zwischen den einzelnen Anlagen konnte man mit Shuttle Bus hin und her fahren und alle „Attraktionen“ benutzen. Zur Hauptanlage am Meer gehört unter anderem ein eigener kleiner Zug, eine Meerwasser Lagune und ein Delphin Center.
Unser Zimmer war ungleich größer als auf Maui und direkt an der großen Pool Anlage gelegen, in der wir einen Großteil unserer Zeit auf Big Island mit planschen, rutschen und buddeln verbracht haben.







Da die letzten Ausläufer des Hurricanes immer noch zu spüren waren und weil viele Ausflüge und Touren erst ab zwei Jahren möglich waren, haben wir auf Big Island weitgehend einen Resort Urlaub verbracht. Neben einem kleinen Ausflug ans Meer haben wir auch noch zwei Tage die Hotel Anlage erkundet. Neben Delphinen konnten wir in der Meerwasserlagune auch noch Schildkröten und sogar einen Rochen beobachten.
Der einzige „richtige“ Ausflug, den wir unternommen haben, führte uns einmal quer über die Insel zum Volcanoes National Park. Rund um unser Hotel war es heiß und die Landschaft sehr karg mit viel Lavagestein. Je höher wir kamen, um so kühler und regnerischer wurde es. (Auf Big Island befindet sich der höchste Berg von Hawaii mit 4300 Metern). Auf der anderen Seite der Insel, der Regenseite, war dann plötzlich wieder tropischer Regenwald wie auf Maui. Obwohl uns das eigentlich schon vorher bewusst war, war es doch eine kleine Überraschung.
Im Park gab es wieder mehrere Stopps mit kleinen Wanderungen auf denen man die entweichenden Gase, den Krater und diverse Laval Felder sehen kann. An einem der Aussichtspunkte waren jede Menge Leute, einige davon auch mit Kameras auf Stativen, so dass wir uns erkundigten, worauf denn alle warten. Es stellte sich heraus, dass für den heutigen Tag ein Ausbruch des Vulkans vorhergesagt war. Angeblich bricht der Vulkan regelmäßig mit einer mehreren hundert Meter hohen Lavafontäne aus und man kann das recht gut vorhersagen. Wir konnten zwar ein bisschen Lava ausmachen, da es aber mittlerweile wieder leicht zu nieseln, anfing und wir auch nicht ewig warten wollten, machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto. Wir haben im Nachhinein geschaut und der Vulkan ist an diesem Tag nicht mehr ausgebrochen.
Wir machten noch einen weiteren Stopp bei den Laval Tubes, einer begehbaren Lava Röhre mitten im Urwald. Wir hatten großen Spaß durch die Pfützen zu platschen und mussten sogar nochmal zurück in die Röhre gehen.








Pünktlich zum Mittagessen machten wir uns wieder auf den Rückweg in Richtung Hotel. Auf dem Weg lag noch ein Zoo, der zugleich der einzige Regenwald Zoo in den USA ist. Laut Internet sollte der Zoo gratis sein. Statt Eintritt könnte man etwas spenden. Wie sich aber herausstellte, war der Zoo nur für die Bewohner von Hawaii gratis. Aber da wir schon mal da waren, haben wir ihn trotzdem besucht. Richtig überzeugt hat uns der Zoo allerdings nicht und zu allem Überfluss hat es auch noch mal kurz wie aus Kannen geregnet.
