Nächstes Ziel auf unserer Reise war Sedona, der südlichste Punkt unserer Tour. Bei der Buchung der Unterkunft hatte ich nicht genau hingeschaut. Auf der Karte lag sie ziemlich nahe an Sedona, in der Realität musste man aber fast eine Stunde fahren. Es war aber die mit Abstand beste Unterkunft der gesamten Tour, was einiges wieder wettgemacht hat. Wie so oft waren wir aber viel zu kurz vor Ort, um die Unterkunft wirklich zu nutzen, zumal wir tagsüber immer volles Programm hatten.
Erster geplanter Ausflug wäre eine Wanderung zur „Devils Bridge“ gewesen. Der Parkplatz direkt am Ausgangspunkt der Wanderung war aber dermaßen überfüllt, dass wir uns spontan entschieden haben, erst zum Slide Rock Park zu fahren. Es gibt in ganz Sedona zwar ein gutes System mit Shuttlebussen, um alle Ausgangspunkte der Wanderungen zu erreichen, aber damit hatten wir uns im Voraus nicht genau beschäftigt.
Slide Rock State Park
Die Hauptattraktion im Slide Rock State Park ist ein kleiner Bach, in dem es ein ganz paar natürliche Wasserrutschen gibt. Das Wasser im Bach war leider noch ziemlich kalt. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich nicht doch rein gehen sollte, zumal es in der Sonne schon ziemlich heiß war, habe es am Ende aber doch nicht über mich gebracht mehr als die Beine ins Wasser zu halten. Es gab aber ein ganz paar Wagemutige, denen die Wassertemperaturen anscheinend nichts ausgemacht haben, obwohl alle beim Eintauchen ins Wasser ein bisschen Schnappatmung bekommen haben. Es gab auch eine ganze Menge Leute die unfreiwillig eine kleine Abkühlung genossen haben, da sie auf den glatten Steinen ausgerutscht sind. Niklas hatte einen Riesenspaß, obwohl er am Ende so kalte Füße hatte, dass wir ihn etwas bremsen mussten, um ihn wieder ein bisschen aufzuwärmen.


Nach der Mittagspause haben wir einen neuen Anlauf für die „Devils Bridge“ gewagt. Leider mit dem gleichen Ergebnis wie zuvor. Wir hatten uns zwar mittlerweile über den Shuttlebus informiert, leider waren wir dafür aber schon etwas zu spät dran, so dass wir unverrichteter Dinge wieder den Heimweg angetreten haben. Um doch noch wenigstens eine kleine Wanderung zu machen, haben wir auf dem Weg spontan am Bell Rock angehalten. Obwohl es schon später am Nachmittag war, war es trotzdem noch ziemlich drückend in der Sonne. Nichts destotrotz war es eine schöne kleine Runde.




Grand Canyon
Am nächsten Tag mussten wir wieder früh aufstehen. Zum Grand Canyon lag noch ein gutes Stück Weg vor uns und wir wollten den langen Autoschlangen am Park Eingang entgehen. (Bei vielen der beliebten Parks gibt es am Eingang ähnlich wie im Europapark Schilder mit „Wartezeit ab hier xxx Minuten“ Angaben.) Einen Nachteil hatte unser früher Aufbruch aber. Auf dem Weg zum Park hatten wir drei Beinahe-Kollisionen mit Rehen. Vermutlich weil wir kurz nach der Dämmerung unterwegs waren.











