Bilder vom Monument Valley waren einer der Gründe, warum wir uns für diesen Roadtrip entschieden haben. Leider wollte das Wetter nicht so recht mitspielen. Schon auf der Fahrt war auf einer Seite blauer Himmel und auf der andere eine dunkle Wolkenfront. Es hat zwar nicht geregnet, aber durch den aufgewirbelten Sand war die Sicht ziemlich eingetrübt. Nichtsdestotrotz sind die Felstürme und Tafelberge ein echter Hingucker in der sonst flachen Landschaft.




Übernachtet haben wir in einem der wenigen Hotels mit direktem Blick auf das Monument Valley. Zum Hotel gehört auch das einzige Restaurant weit und breit, so dass wir wohl oder übel dort auch essen waren. Abgesehen von der etwas längeren Wartezeit auf einen freien Tisch und später aufs Essen selbst, war es trotzdem ein gelungener Abend.



Am nächsten Morgen haben wir eine kleine Wanderung zu einem nahe gelegenen Felsbogen gemacht. Dabei konnten wir noch ein bisschen rumklettern und im Sand spielen, bevor wir weiterfuhren. Auf dem Rückweg zum Auto wurde es auch wieder windig und dadurch ziemlich kalt, so dass ich schließlich allein das Auto geholt habe, um die anderen abzuholen.




Wenige Meilen später, am Forrest Gump, haben wir noch einen kleinen Fotostopp eingelegt, um das obligatorische Foto von dieser ikonischen Stelle aus dem Film zu machen. An solchen Stellen ist man natürlich nie allein. Jeder will das „perfekte Foto“ haben und man muss schon den richtigen Moment abpassen, um freie Sicht auf das eigentliche Motiv zu haben.
Moab
In Moab haben wir mal wieder ein paar Nächte am Stück verbracht. Endlich mal nicht jeden Tag das Auto ausräumen und wieder einräumen. Moab ist bekannt für seine unzähligen Outdoor-Aktivitäten. Neben Klettern, Kayak fahren, Mountainbiken, Offroad Tracks und noch vielem mehr, ist es außerdem Ausgangspunkt für Ausflügen in den Canyonlands- und Arches-National Park.



Auf dem bisherigen Teil unsere Tour lag zwar schon das eine oder andere bekannte Klettergebiet, aber bisher hatten wir einfach nicht die Zeit auch wirklich mal klettern zu gehen. Trotz minimalen verfügbaren Platzes im Auto, hatten wir extra unser Kletterzeug mitgenommen. Hier in Moab hat es dann endlich geklappt und wir haben Niklas’ Mittagsschlaf genutzt, um uns an die hiesigen Felsen zu wagen. Leider hatten wir vor Ort kein Internet, um zu sehen welche Schwierigkeit die jeweilige Route hat. Wir mussten also raten und probieren. Auch wenn wir in der kurzen Zeit nicht viele Routen geschafft habe, war es trotzdem mal wieder schön, klettern zu gehen.




Wie bereits erwähnt, ist Moab unter anderem für seine Offroad Pisten bekannt. Eigentlich sogar ganz Utah, das insgesamt über 80.000 km Offroad Pisten verfügt. Man kann hier sogar unter bestimmten Bedingungen mit seinen Offroad Fahrzeugen am Straßenverkehr teilnehmen. Es gab zwar bisher schon an mehreren Orten auf unsere Runde die Möglichkeit Offroad Touren zu machen, allerdings waren dies meist geführte Touren, bei denen ein Guide vorneweg fährt und man selbst hintendrein. Hier in Moab konnte man sich aber ein Fahrzeug mieten und allein die Gegend und die nahen Trails erkunden.







Am Abend vorher mussten wir noch einen kleinen „Führerschein“-Test bestehen, die Voraussetzung um mit einem OHV (Off-Highway Vehicle) in Utah unterwegs sein zu dürfen. Wir hatten uns für 4 Stunden ein Gefährt gemietet, genug Zeit um „Fins and Things“, einen der anfängerfreundlichen Trails in der Gegend, um die Salt Flat Recreation Area zu machen. Am Anfang hat es etwas gedauert, bis man sich an das neue Fahrgefühlt gewöhnt hat und bis man genug Vertrauen entwickelt hat, um die teils beachtlichen Steigungen zu bewältigen. Mit uns waren noch jede Menge andere Leute auf den Trails unterwegs. Ein Großteil davon mit ihren eigenen OTVs, aber einige auch mit ihren alltäglichen Jeeps und SUVs. Kein Wunder, wenn das Auto nur wenige Jahre hält, wenn man damit solche Pisten fährt. Wir hätten unserem privaten Auto sowas nicht zugemutet.
