Pünktlich um 8:30 (nach tansanischer Zeit) wurden wir von unserem Guide im Hotel abgeholt. Die für diese Tour nicht benötigten Sachen hatten wir schon im Gepäckraum des Hotels untergebracht, konnten also direkt los. Zu erst ging es ins Büro von Mauly Tours. Dort wurden einige Formulare ausgefüllt und jeder bekam 3 Liter Wasser für den Tag. Nachdem alles Organisatorische geklärt war, wurden wir mit einem der vielen Safari Jeeps zum Momella Gate, dem Startpunkt der Mount Meru Besteigung, gebracht. Dort mussten wir uns natürlich erst mal registrieren und uns eintragen. Vom Koch gabs dann noch ein kleines Lunchpaket, das wir gleich noch am Gate verspeist haben, da es mittlerweile schon fast zwölf war.
Am Gate wurden mehrere kleine Gruppen zu einer großen zusammengeschlossen, da man auf den ersten und der letzten Etappe von einem bewaffneten Ranger begleitet wird. Der soll im Notfall wilde Tiere abhalten, war aber auf unserer Tour total unnötig (Und ist es sonst auch.). Neben dem Ranger bestand unsere Gruppe übrigens aus insgesamt 9 Leuten. Karin, Sven, unser Guide Mike, ein Koch, ein Kellner (auch Assistent-Koch genannt), 3 Träger und ich.
Die ersten Kilometer waren so ziemlich die anstrengendsten der ganzen Tour, da es in knallender Sonne durch die Savanne in Richtung Berg ging. In einiger Entfernung konnten wir sogar einige Zebras entdecken. Als wir endlich den Waldesrand erreicht hatten, wurde das Laufen um einiges angenehmer, da es endlich ein wenig Schatten gab Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir dann die „Fig Tree Arch“, einen Baum der sehr markant geformt wurde und durch den man sogar mit dem Auto durchfahren kann. Eine halbe Stunde später haben wir noch einmal an einem idyllischen kleinen Wasserfall Rast gemacht.
Direkt danach mussten wir dann erfahren, warum der Regenwald „Regenwald“ heißt. Es begann nämlich prompt zu regnen, woraufhin alle schnell ihre Regenausrüstung heraus kramen mussten. Nach weiteren 30 Minuten war der kurze Schauer aber schon wieder vorbei und wir konnten den Rest des Tages ohne Regen genießen. Kurz vor unserem heutigen Etappenziel erreichten wir die Meru Krater Ebene, von der man einen tollen Blick auf den Mount Meru ,den Meru Krater und den Kili auf der anderen Seite hat.
Mit Pausen haben wir bis zu den Miriakamba Huts, unserer Bleibe für diese Nacht, heute insgesamt fünf Stunden gebraucht. Die Hütten an sich sind gut in Schuss und erinnern ein wenig an Berghütten in den Alpen. Kurz nach unserer Ankunft wurde uns vom Assistent-Koch warmes Wasser zum Waschen gebracht. Alle Mitglieder unserer Gruppe, außer unserem Guide, waren uns nämlich schon über eine Abkürzung vorausgeeilt. Deshalb stand auch schon wenig später frisches Popcorn und Tee für uns bereit. Der Rest des Abends verging recht schnell, denn es wurde schon dunkel. Zum Abendessen gab es Pommes, Fleisch, Gemüse, Suppe und Früchte zum Nachtisch. Wohl gesättigt hat unser Guide dann noch den nächsten Tag mit uns besprochen, wonach ich mich auch direkt ins Bett verabschiedet habe.
Kilimandscharo über Machame Route und Mt Meru – Erfahrungsbericht
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