Die Zentralalpen – Traumpfad München-Venedig

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Tag 7: Glungezer Hütte – Lizumer Hütte

Gehzeit
0 h
Strecke
0 km
Aufstieg ↑
0 hm
Abstieg ↓
0 hm

Das Frühstück heute Morgen war das Beste auf der gesamten Tour. Es gab alles, was man wollte und das auch noch nett angerichtet. Frisch gestärkt und ausgeruht liefen wir heute wieder recht früh los, da eine lange Etappe vor uns lag. Wie schon ein paar Tage zuvor, stand heute wieder eine lange Gratwanderung an.

Anfangs über große Platten und Steinbrocken, später teils mit leichten Kletterpassagen versehen  erreichten wir nach mehreren Stunden Auf und Ab endlich gemütlicherer Wiesenwanderwege entlang der Berge. Mitunter musste man an den ausgesetzteren Stellen ziemlich vorsichtig sein, da ab Mittag der Wind stark zunahm und einen teilweise fast weggeweht hätte. Mitten auf dem Weg fand ich dann auch noch zufällig einen Geocatch, den ich auch gleich getaggt habe.

Heute lief es richtig gut, so dass wir fast keine Pausen machen mussten und zügig vorankamen. Selbst gejammert wurde heute wenig J. Wie uns der Wirt beim Wetterbericht nach dem Abendessen geraten hatte, warfen wir immer mal wieder einen Blick über die Schulter um das Wetter im Auge zu behalten. Es zogen nämlich immer dickerer Wolken auf und ca. eine Stunde vor der Lizumer Hütte erwischte uns der Regen dann doch noch.

Nach nur 30 Minuten war der erste Regenschauer der Tour aber schon überstanden. Für das schlechter Wetter entlohnt wurden wir von Murmeltieren, die hier ziemlich zahlreich vorkommen und auch alles andere als scheu waren. Wir verbrachten etliche Minuten mit dem Beobachten der Tierchen und setzten schließlich unseren Weg in Richtung Hütte fort.

Da die Lizumer Hütte ziemlich groß ist und wir ja mittlerweile auch eine Etappe vor den „Massen“ waren, bekamen wir problemlos einen Lagerplatz vom ziemlich unfreundlichen Hüttenwirt. Wir hatten es auch heute das erste Mal geschafft, die im Wanderführer angegebene Zeit einzuhalten. Zur Feier des Tages und da es unser letzter gemeinsamer Abend war, gönnten wir uns noch ein, zwei Gläschen Wein und gingen wie gewohnt früh schlafen.

Tag 8: Lizumer Hütte – Olpererhütte

Gehzeit
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Strecke
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Aufstieg ↑
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Abstieg ↓
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Heute stand der große Abschied an. Die Woche war um und das Mütterchen musste wieder nach Hause fahren. Bevor ich losging, habe ich ihr noch ein paar überflüssige Sachen mitgegeben um meinen Rucksack leichter zu machen. Für heute war wieder schlechtes Wetter angesagt und dementsprechend sah es morgens auch aus. Ich hatte aber schon geplant, dass ich trotz der nicht sonderlich guten Wetteraussichten die Etappe heute angehen wollte und ging deshalb nach einer kurzen Verabschiedung los.

Anfangs über seichte teils recht matschige Wiesen, ging es über das Geierjoch Richtung Tuxer-Joch Haus. Wider Erwarten, hielt das Wetter und es fing erst die letzten 10 Minuten vor der Hütte zu regnen an. Ich hatte die Hütte schon um 11:30 Uhr erreicht und wusste nicht so genau, was ich machen sollte. Da es eh regnete, bestellte ich mir erst mal etwas zum Essen und schaute mir die nächste Etappe, immerhin mit nochmal 6+ Stunden angegeben, im Wanderführer an.

Die Olperer Hütte

Einige verirrte Sonnenstrahlen nach dem Mittagessen gaben dann schließlich den Ausschlag und ich nahm direkt noch die nächste Etappe in Angriff. Zwischen mir und Olpererhütte lag jetzt nochmal ein 1000 hm Aufstieg zur Friesenbergscharte. Die letzten Meter zur Scharte waren auch wirklich anstrengen und ich war froh, als es danach nur noch bergab ging. Unmittelbar an der Scharte schien auch die Wettergrenze zu sein, denn direkt nach deren Überschreiten, fing es wieder an zu regnen. Diesmal kam der Regen alles anderer als passend, denn die ersten Meter des Abstiegs sind bei Nässe ziemlich heikel, da steil und ausgesetzt. Auch die befestigten Stahlseile sind bei Regen und Kälte nicht wirklich angenehm. Doch auch dieser Regenschauer währte nur kurz, so dass ich, trotz der sehr schlechten Wettervorhersage für heute, nur ca. eine Stunde im Regen unterwegs war.

Die letzten Kilometer der Etappe folgen dem Berliner-Höhenweg. An der Olpererhütte angekommen, bekam ich wieder ohne Probleme einen Schlafplatz und war trotz zwei Etappen in den Knochen noch recht fit. Die Hütte selbst hat einen grandiosen Ausblick, auf einen Stausee und einen ehemaligen Gletscher und ist auch sonst recht gemütlich. Als Besonderheit hier gibt es das Halbpensions-Menü mit samt dem Wetter für den nächsten Tag als gedruckte Tischunterlage.

Tag 9: Olpererhütte – Pfitscherjoch-Haus

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Strecke
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Aufstieg ↑
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Abstieg ↓
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Tag Nummer neun stand ganz im Zeichen der Entspannung. Frühstück um sieben Uhr, los um acht Uhr. Wie auch schon gestern immer entlang des Berliner Höhenweges, über zig Steinstufen und –platten, die hier extra mit Hilfe eines eigens dafür konstruierten Schreit-Krans verlegt wurden. Drei Stunden später war ich auch schon wieder am Ziel der heutigen Etappe, dem Pfitscherjoch-Haus. Das Wetter war wie gestern auch eher bescheiden mit kleineren Regenschauern, so dass mir die frühe Ankunft sehr gelegen kam.

Nur wenige Meter vor dem Pfitschjoch-Haus überschreitet man übrigens die Grenze zwischen Österreich und Italien. Da man sich allerdings nun in Süd-Tirol befindet, ist fast kein Unterschied feststellbar, abgesehen davon, dass es die Speisekarte zusätzlich auch auf italienisch gibt. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, endlich mal meine Wäsche zu waschen und zu entspannen. Ich konnte auch seit längerem mal wieder ausgiebig duschen, da es hier endlich mal wieder mehr als eine Dusche gab, die zu dem auch noch kostenlos ist. In den anderen Hütten muss man dafür meist Duschmarken kaufen.

Tag 10: Pfitscherjoch-Haus – Mühlbach

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Strecke
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Abstieg ↓
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Gleich vorne weg, Tag Nummer zehn war der schlimmste Tag der ganzen Tour. Es fing damit an, dass es von früh an in Strömen regnete und erst gegen ein Uhr damit aufhörte. Meine Schuhe waren schon nach einer Stunde im  Regen durch nass, da der Weg hauptsächlich durch hohe ebenfalls nasse Gräser ging und weil ich dummerweise auf den Steinen in einem Bach fast ausgerutscht wäre. Ich konnte mich zwar gerade noch fangen, aber dafür stand ich mit einem Schuh im Bach.

Der Weg schien mir recht einfach zu finden zu sein, so dass ich mir die Beschreibung und auch die Karten vorher nicht genau angesehen hatte. Wie es denn der Zufall so wollte, ging ich davon aus, dass der Weg auf der anderen Seite vom Tal verlaufen würde. Dem war natürlich nicht so und es kam so wie es kommen musste.. ich habe mich glatt verlaufen. Auf Grund des Regens konnte bzw. wollte ich auch meinen Wanderführer nicht bemühen, da der unter Poncho und Rucksack-Regenschutz verpackt war.

Nach langem herumirren, beschloss ich schweren Herzens gegen Mittag dann doch mit dem Bus zu fahren. An der Bushaltestelle traf ich dann auch noch 6 weitere München-Venedig-Wanderer, die ein ähnliches Schicksal ereilt hatte. Mit dem Bus ging es also erst mal nach Sterzing, von dort aus nach Varn weiter über Brixen nach Vintl. In dem kleinen Örtchen gab es allerdings keine direkt erkennbaren Unterkunftsmöglichkeiten, so dass ich nach langem herumirren gegen 16 Uhr beschloss, wieder mit dem Bus in einen größeren Ort zu fahren um dort zu übernachten.

Letzten Endes kam ich in Mühlbach, unweit von Vintl, dem Ausgangspunkt der morgigen Etappe, unter. Auf dem Zimmer war ich erst gegen 18 Uhr und mehr als froh, endlich die nassen Klamotten ausziehen zu können. Immerhin war für die nächsten Tage eine Besserung des Wetters vorhergesagt.

Der Traumpfad München-Venedig – Erfahrungsbericht

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