Die Norddolomiten – Traumpfad München-Venedig

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Tag 11: Mühlbach – Kreuzwiesen Alm

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Abstieg ↓
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Erst kurz vor 8 Uhr konnte ich heute vom Gasthof aufbrechen. Zuerst ging es mit dem Bus zurück nach Vintl, von wo aus die eigentliche Etappe beginnt. Start in Vintl: 9 Uhr. Obwohl ich heute nur vier Stunden unterwegs war, hatten die es in sich. Zu Beginn ging es gut zwei ein halb Stunden steil durch den Wald hinauf in dem Unmengen an Pilzen standen. Später über Weiden, Wiesen und einer Alm an der anderen weiter in Richtung Kreuzwiesen Alm. Ich merkte das erste Mal, dass in Italien gerade Ferien sind, denn ganz Italien schien unterwegs zu sein.

Kreuzwiesen Alm

Die Kreuzwiesen Alm ist von außen ziemlich gemütlich, allerdings ist das Matratzenlager direkt über dem Stall, welcher neben dem Haupthaus steht. Dort roch es nach Heu, die Betten waren klamm, es war kühl und außerdem gab es in der Scheune nur eine Dusche/WC für 25 Gäste.

Das Wetter hatte den Vormittag über gehalten, es war sogar teils recht sonnig doch immer wieder durchsetzt mit Wolken. Nach meiner Ankunft um 13 Uhr konnte ich noch für zwei Stunden die Sonne genießen, bis der Himmel gegen Mittag zu zog und es in Strömen regnete und auch kurz hagelte. Die 6 Leutchen, die ich am Vortag an der Bushaltestelle getroffen hatte trafen genau im Regen an der Hütte ein und waren auch dementsprechend nass.

Einerseits ist es ja gut, früh anzukommen um sich noch ein bisschen auszuruhen und z.B. noch zu lesen, allerdings wird es auf Dauer doch ziemlich langweilig, wenn man noch 8 Stunden bis zum schlafen gehen „warten“ muss.

Tag 12: Kreuzwiesen Alm – Schlüterhütte

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Strecke
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Aufstieg ↑
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Abstieg ↓
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Im Wanderführer war die heutige Etappe mit 8:30 h angegeben, weshalb ich mich schon früh auf die Socken machte. Der Himmel sah heute nicht sehr viel versprechend aus, allerdings hielt das Wetter trotz der vielen Wolken wieder bis ich in der Hütte war und erst danach fing es mit regnen an. Durch die Wolken war aber leider auch der im Wanderführer hoch angepriesene Ausblick auf den  Peiterkofel total verdeckt und man konnte so gut wie nichts erkennen. Irgendwie fühlte ich mich heute auch nicht wirklich fit, was vermutlich auch daran lag, dass ich die letzten Tage nie etwas zum Mittag gegessen hatte, aber nichts desto trotz kam ich eine Stunde vor allen anderen an.

Heute verlief der Weg wieder über Wiesen, Weiden und Almen, vorbei an einem kleinen See mit einer Art Boot drauf, das den Schwänen als Unterschlupf dient. Auch meine „Freunde“, die Kühe, waren wieder zu Hauf anwesend und wurden in großem Abstand von mir umgangen. Als kleine Prämiere sei hier noch anzumerken, dass ich heute den ersten Tag in den Dolomiten unterwegs war. Da ich auch heute wieder recht früh (13 Uhr) ankam, nahm ich mir vor, ab jetzt wenn möglich Etappen zusammen zulegen.

Zum Abendessen hin füllte sich die Hütte immer mehr, so dass am Ende jeder Platz belegt war. Ich hatte mir glücklicherweise schon früh einen Platz mit toller Aussicht auf die Berge ergattert und saß neben einem Pärchen aus Neuseeland, die auch die München-Venedig-Tour machten. Sie gaben mir auch gleich noch ein paar Tipps für das Trekking in Neuseeland und so ging auch dieser Tag zur Neige.

Tag 13: Schlüterhütte – Rifugio Pisciadu

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Abstieg ↓
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Wie gestern geplant, konnte ich heute zwei Etappen zusammenlegen. Der Tag begann mit einem Frühstück a la cart und auch das Wetter ließ morgens hoffen. Auf den Schildern hier in Tirol waren die Gehzeiten, im Gegensatz zu Österreich, einigermaßen richtig angegeben und so erreichte ich nach 3 Stunden das Ziel der ersten Etappe. Heute konnte ich endlich mal einen Blick ohne Wolken auf die Dolomiten werfen. Auch Murmeltiere gab es wieder zu Hauf und so war dieser erste Teil meiner heutigen Etappe wirklich toll. Pausen machte ich keine, die können einem bei den Preisen hier auch fast vergehen. Ein 0,4l Irgendwas kostet hier satte 4 Euro!

Roa Scharte

Wie auf dem Bild zu erkennen war es heute auch teilweise etwas steiler und auch kleine Kletterstellen haben nicht gefehlt. Nach der zwei solcher Scharten ging es dann erst einmal wieder abwärts an einen Pass, der ein beliebtes Ausflugsziel ist und dementsprechend auch überfüllt war. Generell waren von hier an viel mehr Leute unterwegs als davor. Der Weg zum Rifugio Pisicadu war voll mit Wanderern. Hinauf führt eine Art Klettersteig, der diese Bezeichnung allerdings kaum verdient. Es handelt sich dabei eher um einen etwas abschüssigen Weg mit Stahlseilversicherung. Nichts destotrotz haben sich alle Leute artig angeseilt und leider konnte man auf den Engen Wegen nicht überholen. Wo möglich bin ich also direkt über die Felsen geklettert.

Kurz vorm Erreichen des Rifugios Pisicadu fing es, wie jeden Tag, an zu regnen. Da ich eh recht k.o. war (die letzten Meter waren anstrengend) und mir auch kalt war, entschied ich mich dort zu bleiben, obwohl es laut Etappe noch eine Hütte weiter gegangen wäre. In dem nächsten Rifugio gab es eh keine Duschen und ein Mitwanderer hat mir im Nachhinein auch erzählt, dass das Rifugio Boe eh nicht so der Hit war. Habe ich also wieder alles richtig gemacht.

Tag 14: Rifugio Pisciadu – Alleghe

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Auch an diesem Morgen war das Wetter gut und es ging wieder früh los. Anfangs noch die letzten Höhenmeter zum Rifugio Boe, die ich gestern nicht mehr gemacht hatte und danach eigentlich nur noch bergab bis nach Alleghe. Heute waren die Wege direkt von Beginn an mit Menschen „verstopft“, was untere anderem an der Marmolata lag, dem höchsten Berg der Dolomiten und einem sehr begehrten Ausflugsziel.

Abgesehen von diesem Highlight und dem Stausee direkt vor dem Berg, war aber der Rest der Etappe wie im Reiseführer beschrieben: „ .. man verpasst nichts, außer den gelaufenen Kilometern..“ . Bis Alleghe war ich neun Stunden unterwegs, teils über Skipisten bergab, teils an einem Fluss entlang und mit nur einer Pause. Am Abend merkte ich das auch entsprechend, denn meine Füße taten seit langem mal wieder weh.

Ähnlich wie die Marmolata ist Alleghe auch ein begehrtes Ausflugsziel der Italiener und zudem war auch noch Wochenende. Dementsprechend schwierig gestaltete sich auch die Zimmer suche. Schließlich kam ich aber noch in eine zwei Sterne Hotel unter. Nicht gut, aber ausreichend. In Alleghe gab es auch seit langem mal wieder einen Supermarkt! Ich wähnte mich im Himmel und wusste gar nicht, was ich zuerst kaufen und essen bzw. trinken sollte. Beim abendlichen Pizzaessen traf ich dann auch noch zwei Bekannte wieder, die heute auch die 36 km auf sich genommen hatten. Erschöpft wie ich war, ging ich schon um 21 Uhr ins Bett und schlief bis 7 Uhr morgens durch.

Der Traumpfad München-Venedig – Erfahrungsbericht

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