Barranco Camp – Barafu Camp

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Abstieg ↓
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Gehzeit
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Erst nach dem Frühstück hört es auf zu regnen. Die Moral im Grüppchen ist durch den Schlaf wieder größtenteils hergestellt, was auch gut so ist, denn vor uns liegt heute eine recht lange Etappe. Für alle, die den Gipfel in 7 Tagen und nicht in 6 Tagen wie wir machen, wird diese Etappe in zwei Teiletappen unterteilt. Uns kommt das gerade gelegen, denn die anderen Gruppen lassen sich heute etwas mehr Zeit, so dass wir fast als erste starten. Gleich nach dem Frühstück müssen wir die „Schlüsselstelle“ der Etappe, die Breakfast-Wall, bezwingen. Von weitem erscheint die Wand zwar fast senkrecht, je näher man ihr aber kommt, desto einfacher wirkt sie. Es gilt teils kletternd, teils über steile Wege laufend, eine mehrere hundert Meter hohe Wand zu erklimmen. Bis auf einige etwas ausgesetztere Stellen, stellt das Ganze aber kein Problem dar und ist nach 1:25 h vollbracht.

Oben angekommen, werden wir schon empfangen. Und zwar von Regen, Nebel und Wind, die uns heute den restlichen Tag begleiten werden. Nach der Barranco Wall geht es erst kurz über ein Plateau und danach in einem Auf und Ab zum Karanga Camp. Der Nebel ist mittlerweile so dicht, dass man keine zehn Meter weit sehen kann. Hier nehmen wir unser Mittagessen zu uns, müssen aber, im Gegensatz zu den meisten anderen Gruppen, noch weiter bis zum nächsten Camp.

Nach dem Essen hört es kurzzeitig wieder auf zu regnen und wir setzen unseren Weg fort. Von jetzt an geht es wieder nur noch bergauf, allerdings meistens auf einem Pfad und nur mit ganz wenigen kleinen Klettereinlagen. Auf dem Weg fängt es wieder an zu regnen. Je höher wir kommen, verwandelt sich der Regen aber immer mehr in Hagel und Schnee. Im Barafu Camp angekommen, ist schließlich alles komplett weiß. Und das soll Afrika sein … Ich habe vom Regen zwar etwas nasse Füße bekommen, aber immerhin ist es im Camp für die Verhältnisse ziemlich warm und windstill. Zum Empfang gibt es natürlich wieder Tee und Popcorn und wenig später, gegen 18:00 Uhr, auch schon Abendessen und Briefing, da wir heute eine kurze Nacht vor uns haben. Ich bin schon total heiß und werde sicher wieder kein Auge zu tun. Geplant ist: Aufstehen um 23 Uhr und Abmarsch um 24 Uhr. Karin ist geschafft und entscheidet sich jetzt schon, nicht mit zum Gipfel zu steigen. Sven möchte um 23 Uhr aufstehen und dann entscheiden, ob er mitkommt oder nicht. Für mich stellt sich diese Frage gar nicht erst ☺.

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