Unser Weihnachten war dieses Jahr eher einfach. Morgens haben wir mit der Familie telefoniert. Dann hat Niklas Geschenke bekommen und das wars dann auch mehr oder weniger. Das wir gar kein richtiges Weihnachtsessen hatten, kam uns erst als es schon zu spät war. Weihnachtsbaum haben wir auch keinen besorgt. Den hätte Niklas sicher schnell klein bekommen. Immerhin haben wir ein bisschen geschmückt. Allerdings nicht annähernd so, wie unsere Nachbarn das teilweise machen. Auf unserer all abendlichen Runde hat Niklas immer deren schöne Lichter bestaunt.






Da ihm die Lichter so gefallen haben, waren wir an einem freien und regenlosen Abend noch bei den Zoo Lights hier im Oregon Zoo. Wenn es dunkel wird, wird der ganze Zoo und extra dafür aufgestellt Tierskulpturen beleuchtet. Man geht aber auch wirklich nur für die Lichter hin. Außer ein paar Elefanten waren keine Tiere zu sehen.









Um nicht die gesamten Feiertage daheim zu verbringen, haben wir zwischen Weihnachten und Neujahr einen Ausflug an die Küste gemacht. Genauer gesagt nach Newport, knapp 3h entfernt von Portland. Neben einer Höhle mit Seelöwen gibt es dort auch ein Aquarium. Das Einzige weit und breit. Um nicht noch länger fahren zu müssen, haben wir den direktesten Weg gewählt. Der führt knapp zwei Drittel der Zeit über Land und nur im letzten Drittel an der Küste entlang. In Oregon regnet es eigentlich den gesamten Winter über. Umso erfreuter waren wir, als genau die drei Tage, an denen wir unterwegs waren, Sonne pur vorhergesagt war.
Da Niklas auf der Fahrt früher als geplant aufgewacht war, haben wir an der Küste noch mehrere Stopps eingelegt, um die Aussicht zu bewundern. Die Landschaft hat uns sehr an die Great Ocean Road in Australien erinnert. Es gab unterwegs unzählige Möglichkeiten an Stränden, Aussichtspunkten und unscheinbaren Parkplätzen anzuhalten.







Am nächsten Tag sind wir mit mehreren Stopps, unter anderem am Hobbit Beach und Devils Punchhole, zur Seelöwenhöhle nahe Florence gefahren. Die Ticketverkäuferin hat uns freundlicherweise darauf hingewiesen, dass die Seelöwen eigentlich jedes Jahr Anfang Dezember in die Höhle kommen, in diesem Jahr aber noch nicht eingetroffen seien. Pech für uns, aber immerhin hat man uns schon vor dem Ticketkauf Bescheid gesagt. Sonst wären wir wohl noch enttäuschter gewesen. Unverrichteter Dinge sind wir wieder zurück nach Newport gefahren und haben dort eine Runde am Strand gedreht und abends als Entschädigung einen super Sonnenuntergang am Strand beobachtet.




Tag zwei haben wir komplett in Newport am Strand verbracht. Niklas ist, wohl von der ganzen frischen Meeresluft, noch weit vor Mittag in seinem Wagen eingeschlafen und hat damit unerwartet unseren Tagesplan durcheinander gebracht. Unser Hotel lag aber fast direkt am Strand, sodass wir einfach umplanen konnten. Abends waren wir wie gute Amis und wie jeden Abend auf der Tour Fastfood essen. Was uns nach den drei Tagen aber wirklich gereicht hat.
Am Abreisetag waren wir vormittags noch mal am Strand, da das Aquarium erst um 10 Uhr aufgemacht hat. Das Ergebnis war wieder das Gleiche. Niklas ist im Wagen eingeschlafen. Immerhin war er dadurch fit fürs Aquarium. Auch wenn das Aquarium nicht sehr groß ist und knapp 30$ pro Person Eintritt kostet, hat sich der Besuch für alle gelohnt. Neben einer Ausstellung von Tier-Skulpturen, aus Müll der im Meer geschwommen ist, gab es hauptsächlich Tiere des pazifischen Nordwestens zu sehen: Otter, Seelöwen, Fische und Korallen. (Fun Fact: Ein Otter frisst im Jahr Meerestiere im Wert von knapp 22000$) Niklas war total begeistert und konnte sich kaum satt sehen. Im Haifisch-Tunnel gab es eine Scheibe im Boden und er ist auf dem Boden liegend die ganze Scheibe lang gerutscht um auch alles sehen zu können. Einen weiteren Stopp im Fast Food Restaurant später haben wir leider schon wieder die Heimreise angetreten. Diesmal mit Aussicht auf den Mt Hood am Ende der Fahrt.












Dieses Aquarium ist schon beeindruckend – kein Wunder, dass Niklas so begeistert davon war.
Schade, dass es mit den Seelöwen nicht geklappt hat, aber Ihr seid ja noch eine Weile in Portland, da könnt Ihr bestimmt nochmals an die Küste fahren.
Das waren ja super erlebnisreiche Tage für euch Drei.
Ich finde die Müll- Skulpturen toll.
Ich glaube, ihr solltet nicht so viel Fast Food essen, sonst werdet ihr noch so dick wie viele Amerikaner ( ha, ha)