Machame Camp – New Shira Camp

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Abstieg ↓
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Gehzeit
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Direkt nach dem Aufwachen bekomme ich Tee ans Zelt gebracht, lehne aber dankend ab, da ich auch noch bis zum Frühstück warten kann. Ich ziehe mich an und schau erst mal, was da gestern so ein Geräusch gemacht hat. Das ganze Camp sieht aus wie nach einem Krieg. Überall ist es matschig, Gras und Bäume liegen rum und alles sieht leicht in Mitleidenschaft gezogen aus. Zum Glück hat mein Zelt gehalten. Nach kurzem Suchen, finde ich auch die Ursache für das laute Geräusch. Ein größerer Baum ist abgebrochen und auf eines der Toilettenhäuschen gefallen. Zum Glück, denn wäre er in die andere Richtung gefallen, hätte er unser Küchenzelt erwischt. Das Frühstück ist ganz ähnlich dem, was wir schon vom Mount Meru kennen und so können wir gestärkt zur nächsten Etappe aufbrechen.

Ursache des Krachs
Zu erkennen ist das Machame Camp

Auch heute geht es, wie nicht anders zu erwarten, bergauf. Diesmal über einen relativ breiten Grat, auf dem man immer wieder ein paar Stellen über vom Regen glitschig gewordene Steine kraxeln muss. Die ganze Zeit über ist es bewölkt und die Sonne kommt nur selten zum Vorschein. Vorbei an einsamen Toilettenhäuschen, verläuft der Weg bald parallel zu einer Wand und es wird merklich windiger und kälter. Zum Glück schwitze ich nicht mehr so, da wir heute ein gemächliches Tempo gehen und es bleibt erträglich. Im weiteren Verlauf kreuzen immer wieder kleine Bächlein unseren Weg, von denen auch das Trinkwasser für das Shira Camp geholt wird. Die letzten Meter bis zum Camp, das auf einer großen, offenen und vor allem windigen Ebene liegt, geht es noch einmal ein paar Meter bergab.

Ein einsames Toilettenhäuschen, vor toller Kulisse

Da die heutige Etappe mit nur 4:30h recht kurz war, sind wir schon kurz nach Mittag im Camp, wo es auch gleich etwas zu essen gibt. Danach haben wir bis vier Uhr Zeit, uns ein bisschen auszuruhen und ich nutze gleich die Gelegenheit und mache ein kleines Nickerchen in meinem Zelt. Als ich wieder aufstehe, ist es bereits kurz vor vier und mollig warm im Zelt, so dass ich es am liebsten gar nicht mehr verlassen möchte. Ich gebe mir aber einen Ruck, denn wir wollen noch einen kleinen Ausflug machen. Das Wetter hat sich, während ich geschlafen habe, um 180° gedreht. Die Wolken haben sich verzogen und die Sonne scheint wieder. Dadurch haben wir einen super Ausblick auf den schneebedeckten Kibo, der aber trotzdem noch sehr weit entfernt scheint. Wie man sehen kann, hat es in der letzten Nacht geschneit und der Schnee ist sogar in den tieferen Regionen liegen geblieben.

Eines der kleinen Bächlein

Nach einem „vier Uhr Tee“ machen wir noch besagten kleinen Ausflug in der näheren Umgebung. Dabei können wir unter anderem Höhlen begutachten, in denen noch vor wenigen Jahren gekocht und geschlafen wurde. Fast pünktlich zum Abendessen ziehen wieder Wolken auf und es fängt an zu regnen. In der Nacht wird es zudem noch recht stürmisch. So weit oben in den Bergen hat man das Gefühl, mitten im Gewitter zu sitzen. Die Blitze scheinen sich über den ganzen Himmel zu erstrecken und es wird taghell. Es regnet noch die ganze Nacht durch und hört erst kurz vor dem Aufstehen wieder auf. Wegen dem ganzen Wasser ist in dieser Nacht sogar mein Schlafsack nass geworden.

Ausblick ins Tal
Der Kibo mal ohne Wolken
Das Essenszelt...
.. samt Essen
Beim Pyramidenbau

Kilimandscharo über Machame Route und Mt Meru – Erfahrungsbericht

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