Wir wollten noch ein Mal Urlaub machen bevor Bianca anfängt zu arbeiten. Zur Auswahl standen ein Roadtrip durch Kalifornien und einer durch Utah/Arizona/Nevada. Am Ende fiel unsere Wahl auf letzteren. Erst hatte ich nur eine Woche veranschlagt, aber ich habe schnell gemerkt, dass selbst 2 Wochen fast zu wenig Zeit für unser Vorhaben sind. Außerdem haben wir die Tour wegen Niklas so geplant, dass er möglichst wenig Auto fahren muss und wenn dann möglichst schlafend. Bis zum am weitesten entfernten Punkt der Tour waren es immerhin stolze 2000km von Portland. Das war natürlich nicht immer ideal, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Am Ende haben wir denke ich einen ganz guten Rhythmus gefunden, der für alle gepasst hat.
Da wir so viele Parks besucht haben und so viele Sachen gesehen haben, werde ich das Ganze auf mehrere Beiträge aufteilen. So kann ich auch mehr Bilder posten. Die Auswahl ist so schon schwer genug.
Kurzübersicht
Am Freitag sind wir zu zweit nach der Arbeit von Portland gestartet und durch die Nacht, immer abwechselnd, in ungefähr 17 Stunden die 1500 km nach Las Vegas gefahren. Der Rest ist mit dem Flieger nachgekommen und ab Samstagabend waren wir zu fünft in unserem vollgestopften Subaru unterwegs.
In ungefähr eineinhalb Wochen haben wir die größten und bekanntesten National- und State-Parks in Nevada, Utah und Arizona besucht, bevor wir uns in der letzten halben Woche etappen-weise auf den Heimweg gemacht haben. Unsere letzte Etappe war dann nochmal eine sieben-stündige Nachtfahrt über 700 km bis wir am Sonntagmorgen um zwei Uhr wieder zurück in Portland waren. Alles in allem haben wir auf unserer Tour 6000 km zurückgelegt.
Die Jahreszeit war außerdem perfekt um dem winterlichen Regenwetter in Portland zu entkommen und vor Ort noch nicht zu heiß. Wir hatten jeden Tag Sonnenschein und sommerliche 20-30 Grad. Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie es dort im Sommer ist. Außerdem war noch weitgehen Nebensaison, so dass sich die Menschenmassen meistens im Rahmen gehalten haben.
Hier geht es zu den einzelnen Beiträgen
- Death Valley – Las Vegas – Valley of Fire
- Zion – Coral Pink Sand Dunes
- Bryce Canyon – Horseshoe Bend – Lake Powell
- Sedona – Slide Rock – Grand Canyon
- Monument Valley – Moab
- Canyonlands – Arches
- Salt Lake City – Antelope Island – Twin Falls
Abschließende Gedanken
Nach der Reise haben wir eine Umfrage gemacht, wem was am besten gefallen hat. Dabei hatte jeder 5 Stimmen. Erstaunlicherweise lagen unsere Meinungen ziemlich weit auseinander und waren teilweise fast schon gegensätzlich. Zusammengefasst waren unsere Favoriten aber:- Valley of Fire und Bryce Canyon (4 Stimmen)
- Moab, Sedona, Zion, Canyonlands, Slide Rock (2 Stimmen)
Fazit Christoph
Die Nachtfahrt nach Las Vegas hatte ich mir wesentlich spannender vorgestellt. Am Ende ging es einfach nur gerade aus, ohne dass man viel sehen konnte. Obwohl sich die erste Woche viel länger als nur eine Woche angefühlt hat, ging die Zeit doch sehr schnell vorbei. Da wir so viele Orte besucht haben blieb natürlich für jeden einzelnen Ort nicht viel Zeit. Wir haben aber alle Highlights gesehen. Der Rest wäre nur mit längeren und für Niklas ungeeigneten Wanderungen erreichbar gewesen. Etwas mehr Platz im Auto und nicht jeden Tag alles ein- und wieder ausräumen zu müssen wäre noch ganz schön gewesen. Aber abgesehen davon war es ein super Ausflug der gerne noch viel länger hätte dauern können.
Fazit Sabine
Als wir zu unserer Reise in die USA zu Christoph, Bianca und Niklas aufbrachen, wussten wir noch nicht, dass wir eine „Reise in der Reise“ antreten würden. Wäre dies der Fall gewesen, hätte ich vor lauter Aufregung sicherlich nicht mehr gut schlafen können. Heute, drei Wochen später und mit unzähligen Erlebnissen und Eindrücken im Gepäck ziehe ich folgendes Fazit : Es war eine einzigartige, beeindruckende, interessante und wunderschöne Erlebnisreise durch mehrere Bundesstaaten (Oregon, Nevada, Utah, Arizona, Idaho), die ich am liebsten gleich noch einmal unternehmen würde! Wir haben so vieles gesehen und unternommen, dass ich tatsächlich nicht sagen kann, was mir am besten gefallen hat. Die Erde hat auf jeden Fall ganze Arbeit geleistet und diese wunderbaren Felsen, Schluchten, Canyons, Flüsse, Seen, Sanddünen, Wüsten, Wälder, Berge und Landschaften gezaubert! Das Allerbeste daran oder die Kirsche auf der Torte war und ist allerdings die Tatsache, dass wir diese Reise als komplette Rieger-Family unternommen haben😊
Die Amis würden zu unseren „Organisatoren“ Christoph und Bianca „good job“ sagen – so wie sie es häufig zum wackeren, kleinen Wandersmann Niklas zu sagen pflegten – ich sage allerdings: „very good job“ und „thank you“😊
Fazit Robby
Als wir in die USA zu unseren Familienmitgliedern aufbrachen, war ich gespannt, was auf uns zukommt. Aber nach zwei, drei Tagen war eine gewisse Normalität eingetreten und man gewöhnte sich an den Tagesablauf, an die Nachbarn und ihre Lebensweise.
Die Reise, die wir dann zusätzlich unternahmen, war wirklich ein großes Erlebnis. Beeindruckend war die Weite des Landes und die Vielfältigkeit der Natur in den einzelnen Bundesstaaten. Wir erlebten jeden Tag ein neues Naturwunder und wechselten von Hitze zu Kälte und umgekehrt – und das von einem Tag auf den anderen. Selbst unser Enkel nahm den ständigen Orts- und Klimawechsel gelassen hin und war jeden Tag recht aktiv. Wir haben so viel Verschiedenes gesehen, dass man im Nachhinein kaum sagen kann, was einen mehr beeindruckt hat.
Fazit Bianca
Arizona und Utah sind auf jeden Fall einen Urlaub wert. Auch wenn die einzelnen Highlights einige Kilometer auseinander lagen und meist 2-3 Stunden Fahrt bedeuteten, haben wir einen guten Weg gefunden das auch mit kleinem Kind zu meistern, indem wir den Mittagschlaf zum Ortswechsel nutzten.
Anfangs hatte ich ein wenig Bedenken, dass sich die Nationalparks alle ähneln und es im Laufe der Zeit langweilig werden könnte, aber das hat sich keinesfalls bestätigt. Jeder Nationalpark ist einzigartig und hat seine eigenen Highlights!
